Tipps zum Winter in die Ferne reisen

Bild WinterurlaubSonnenschein statt Schmuddelwetter: Viele Bundesbürger zieht es im Winter in wärmere Gefilde. Bei der geplanten Entspannung und dem Eintauchen in eine fremde Welt haben viele die Rechnung allerdings ohne ihren Körper gemacht. Lange Flüge, große Temperaturunterschiede, Zeitverschiebung, ungewohnte Nahrung und allerlei Kleingetier können ein gehöriges Risiko für Wohlbefinden und Gesundheit darstellen.

Blaues Meer statt Nieselregen: Viele Bundesbürger zieht es im Winter in südliche Gefilde.
Foto: djd/Deutsche BKK

Jetlag, Klimaschock und Montezumas Rache

Bis zu drei Stunden Zeitverschiebung bewältigt der Organismus meist problemlos. Aber je mehr Zeitzonen Urlauber überqueren, desto mehr gerät der Biorhythmus aus dem Takt. Reiseexpertin Julia Szikszay von der Deutschen BKK: „Man kann sich schon zu Hause auf die Zeitverschiebung vorbereiten und dem Jetlag ein wenig zuvorkommen. Geht die Reise Richtung Osten, sollte man in den Tagen vor dem Abflug etwas früher aufstehen. Führt der Flug dagegen in den Westen, geht man einige Tage lang etwas später schlafen.“

Aber nicht nur die Zeitumstellung belastet den Körper von Fernreisenden, auch der plötzliche Klimawechsel fordert ihn heraus. Wer erkältet oder gestresst in die Ferien startet, ist in den ersten Urlaubstagen besonders anfällig. Julia Szikszay: „Vor allem in den ersten Urlaubstagen sollte man in den heißen Mittagsstunden die Sonne meiden. Außerdem hilft leichte Kleidung aus natürlichen Stoffen wie Baumwolle und Leinen dem Körper, die Wärme besser zu vertragen.“ Ganz wichtig ist es nach den Worten der Reiseexpertin, ausreichend zu trinken – zwei Liter Wasser oder Fruchtschorle am Tag sollten es schon sein.

In Ländern mit niedrigem hygienischem Standard können Krankheitserreger lauern, die schnell auf den Magen schlagen – Bauchweh statt Fernweh ist dann das unangenehme Motto. Wer Urlaub in tropischen Ländern verbringen will, sollte daher einige Hygieneregeln beachten. Reiseexpertin Julia Szikszay: „Nur einwandfreies Wasser, am besten aus versiegelten Flaschen, darf getrunken werden. Obst und Gemüse sollten immer geschält werden. So lassen sich Magen-Darm-Beschwerden und Infektionskrankheiten verhindern.“

Auch an unangenehme Eventualitäten denken

Absolute Pflicht für eine Fernreise ist eine Auslandskrankenversicherung. Julia Szikszay erklärt, worauf zu achten ist: „Der Versicherer sollte alle Kosten bei akuten Behandlungen erstatten, einschließlich Krankenhausaufenthalten, ärztlich verordneten Arzneimitteln und dem Rücktransport ins Heimatland.“ Musste eine solche Absicherung früher extra abgeschlossen werden, ist sie heute bei manchen Krankenkassen inklusive. Die Reiseexpertin der Deutschen BKK: „Unsere Versicherten müssen vor der Reise an nichts denken. Wenn im Urlaub tatsächlich etwas passiert, werden nach der Reise einfach die Belege der Behandlung bei der Krankenkasse eingereicht.“


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